Platz und Umfeld Gerbereimuseum 1

Platz und Umfeld Gerbereimuseum Enger

Konzept

Ziel ist die Aufwertung und Steigerung der Wahrnehmbarkeit des Gerbereimuseum und des Stadteingangs. Das Museum wird derzeit durch das ehemalige Wohnhaus des Gerbers verdeckt. Dieses wird abgerissen, so dass das Museum von der Bielefelder Straße aus sichtbar wird und zugleich ein neuer Platz in Enger entsteht – der Gerbereiplatz. Es wird ein einheitlicher, bis an die Bielefelder Straße verlaufender Platz um das Gerbereimuseum gestaltet.

Historische Vornutzung als Gestaltungsidee

Aufgrund seiner früheren Nutzung als Gerberei steht das Museumsgebäude in engem Zusammenhang zum umgebenden Außenraum. Bei der Gestaltung des Eingangsbereiches am Gerbereimuseum wird eine Auswahl an Elementen und Stationen der Lederproduktion aufgegriffen. In Anlehnung an den früheren Verlauf des Wassergrabens „Seelborn“ entsteht entlang der östlichen Gebäudekante ein flacher Wasserlauf. Kreisförmige „Abdrücke“ markieren zudem die früheren entlang des Wassers aufgereihten Gerberfässer. An der nördlichen Gebäudeseite des Museums wird eine Holzkonstruktion die Trockengestelle nachzeichnen und kann darüber hinaus als Träger von Informationstafeln dienen.

Materialien, Mobiliar und Baukonstruktionen

Für die Gestaltung des neuen Platzes am Gerbereimuseum wird in Anlehnung an die Gestaltung der anderen Plätze der „KulTour Enger“ ebenfalls kleinformatiges Natursteinpflaster aus Granit verwendet. Somit stellt der Platz eine Verbindung zu den sieben anderen Routenpunkten her und passt sich zudem in das vorhandene Ortsbild von Enger ein. Der Grundriss des ehemaligen Gerberhauses Sasse wird mit Granitplatten nachgezeichnet, die in die Platzfläche eingelassen eine Art „Abdruck“ des Hauses bilden. Auch die Einfassungen der „Abdrücke“ vom Wasserlauf „Seelborn“ sowie der Gerberfässer vor dem Museum besteht aus Granitsteinplatten. Vor dem Museumseingang liegt eine große Granitsteinplatte wie eine kleine Brücke auf dem Wasserlauf.

Begrünung

Prägendes Element der Platzfläche ist die neu gepflanzte „Gerber-Eiche“ vor dem Gerbereimuseum. Die Einfassung des Platzes erfolgt mithilfe von Heckengehölzen, die als frei wachsende Hecke gepflanzt werden.
Auslober:in
Stadt Enger
Wettbewerbsart
Realisierungswettbewerb
Bearbeitungszeit
2013
Würdigung
3. Preis